Ulrich Röder, der erste Geschäftsführer des LVMV ist tot
Ulrich „Uli“ Röder – geboren 1941 – war Lehrer für Mathematik, Physik und Sport. Schon in den 1960-er Jahren, lange bevor die große „Laufwelle“ ganz Deutschland erfasste, fand er als Freizeitsportler zum Laufsport. So war es kein Wunder, dass „Uli“ als frischgebackener Vorsitzender des Bezirksfachausschusses (BFA) Leichtathletik des Bezirkes Schwerin im Jahre 1979 mit dem 1. SVZ‑Pressefestlauf den ersten Bezirksranglistenlauf und damit den (im wahrsten Sinne des Wortes) Vorläufer des heutigen Laufcups Mecklenburg-Vorpommern organisierte. Derartige Bezirksranglistenläufe wurden auch in den beiden anderen Bezirken, Rostock und Neubrandenburg, mit steigendem Niveau ausgerichtet.
Nach dem Beitritt des DVfL der DDR zum Deutschen Leichtathletikverband und Gründung des Leichtathletikverbandes Mecklenburg-Vorpommern wurde Ulrich Röder zu dessen erstem Geschäftsführer berufen. So konnte er dafür sorgen, dass die Bezirksranglistenläufe 1991 nahtlos in den Straßenlaufcup MV überführt wurden.
Aus den 91 Läuferinnen und Läufern dieses ersten „Laufcupjahres“ sind inzwischen Teilnehmerzahlen geworden, die regelmäßig an der 500-er Grenze knabbern, nimmt man den 2015 geschaffenen Nachwuchs-Laufcup hinzu, sogar weit überschreiten. Eine Entwicklung die Ulrich Röder verfolgte und stolz gemacht hat.
1994 verschlug es Ulrich Röder der Liebe wegen wieder nach Thüringen. Auch dort erwies er sich bis ins hohe Alter als „Macher“. Ob in der Geschäftsstelle des Rennsteiglaufvereins, als Organisator von 50-Kilometer-Wanderungen auf dem Rennsteig oder – ganz besonders – als „Vater“ des Rennsteig-Etappenlaufes, dem er bis zuletzt seine ganze Kraft widmete.
Marian B. Pries