"Wadenbeißer" landen Heimsieg beim CROSSTOCK TEAMCROSS

Von Burkhard Ehlers

Jubelten über ihren Sieg in Rekordzeit (v.l.): die Rostocker

Im siebenten Anlauf hat's endlich mit einem Heimsieg geklappt: Das Rostocker Team "Wadenbeißer" mit Katharina Splinter und Tom Gröschel (beide 1. LAV Rostock) sowie Tom Schlegel (TC FIKO Rostock) setzte sich am Sonnabend beim CROSSTOCK TEMCROSS im Barnstorfer Wald im "Lauf der Asse" vor den "Gipfelstürmern" aus Niedersachsen und den "Kieler Sprotten" mit Olympia-Teilnehmer Steffen Uliczka durch.

Die Einheimischen jubelten zudem über einen neuen Streckenrekord. Mit 50:34 Minuten war das Rostocker Trio 26 Sekunden schneller als die Kieler vor zwei Jahren. Der Erfolg basierte auf einer starken läuferischen Vorstellung der drei Rostocker und einer taktischen Meisterleistung. Schon auf der ersten der insgesamt 30 Runden à 600 Meter setzten sie sich an die Spitze und bauten den Vorsprung vor den starken "Gipfelstürmern" (Florian Pehrs, Tabea Themann und Karsten Meier), die in 51:03 Minuten ebenfalls eine Klassezeit erzielten, kontinuierlich aus.

In brillanter Verfassung präsentierte sich Tom Gröschel. Der aktuelle deutsche U23-Meister im Zehn-Kilometer-Straßenlauf zeigte, dass er für die Qualifikation zur Cross-EM, die im November in Pforzheim und Darmstadt stattfindet, gut gerüstet ist. "Wir wollten den Sieg, aber mit einem Rekord hatten wir nicht gerechnet", freute sich der 21-Jährige. Auch die sieben Jahre ältere Katharina Splinter strahlte: "Das war eine Superleistung bei Superwetter", sagte die Physiotherapeutin, die als Jugendliche als Riesen-Lauftalent galt, bevor sie die berufliche Karriere in den Vordergrund stellte. Auch Tom Schlegel, der Dritte im Bunde war einst Leichtathlet, bevor er beim TC Fiko eine Triathlon-Laufbahn startete. "Die 'Mädchen' machen bei einem solchen Team-Wettbewerb oft den Unterschied, das war heute unter anderem unser Plus", lobte der 23-Jährige das "Mädchen" im Rostocker Trio.

Hinter den ungefährdeten Mannschaften auf den ersten beiden Rängen stürmten in der Gesamtwertung zwei Jugendteams aus Niedersachsen auf die folgenden Plätze. Das Trio "Erbeerkäse" behauptete sich in der separaten Wertung in 52:17 Minuten vor "Und Tschüß!" (52:49). Erst danach platzierten sich die erfolgsverwöhnten "Kieler Sprotten" (52:56). Für Steffen Uliczka kein Problem: "Der Teamwettkampf hat einmal mehr viel Spaß gemacht, ich komme mit Sicherheit wieder", zeigte sich der 28-Jährige im Ziel gut gelaunt. Auf seine früheren Mitstreiter Svenja Killius und Falko Vehling musste er diesmal verzichten ‒ beide fehlten verletzungsbedingt.

Nicht weniger erfolgreich als der "Lauf der Asse" gestaltete sich der anderthalb Stunden zuvor gestartete Jedermann-Lauf. Exakt 40 Teams bedeuteten einen neuen Teilnehmerrekord, über den sich Wettkampfleiter Matthias Weippert besonders freute. "Unser Motto 'Von Läufern für Läufer' hat heute voll gegriffen. Wir konnten bei Superwetter eine Superstrecke präsentieren", zog Weippert rundum zufrieden ein Fazit.

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