Viele gute Resultate und ein Paukenschlag durch Patrick Müller

Von Burkhard Ehlers

Konstant auf höchstem Niveau: Kugelstoss-Talent Patrick Müller vom SC Neubrandenburg. (Archivfotos: I. Hensel)

Eine Reihe guter und sehr guter Resultate gab es am Sonnabend bei den Landeshallenmeisterschaften der Erwachsenen (offen) und der Altersklasse U18, mit denen die Serie der Titelkämpfe unterm Dach in Neubrandenburg abgeschlossen wurde. Rund 200 Aktive aus 24 Vereinen sowie Gäste aus Berlin, Potsdam und Bad Oldesloe wetteiferten um Medaillen und Platzierungen. "Vor allem in der U18 haben wir einige sehr starke Athletinnen und Athleten, die einiges für die Freiluftsaison versprechen", resümierte der designierte Landestrainer Ralf Ploen.

Für die beste Leistung sorgte Kugelstoß-Talent Patrick Müller. Der Zwei-Meter-Mann vom SC Neubrandenburg, der im Februar erst 17 Jahre alt wird, stieß die Fünf-Kilogramm-Kugel 21,24 Meter weit. Einen Tag später setzte er beim Kugelstoßmeeting in Sassnitz noch einen drauf: Dort landete das Sportgerät bei 21,44 Meter ‒ U18-Weltbestleistung. Damit verbesserte Müller die alte Bestmarke von David Storl um einen Zentimeter. Der Welt- und Europameister sowie Olympia-Zweite aus Chemnitz, der das Geschehen in Sassnitz als Zuschauer verfolgte, nahm's gelassen: "Nicht schlecht", so der anerkennende Kommentar von Storl. Ralf Ploen zeigte sich vor allem von Müllers Konstanz beeindruckt.

Bei den Erwachsenen gab es wie in den Vorjahren ab und dann nur dünn besetzte Felder. Für Spitzenresultate sorgten die Sprinter Luise Hollender (SC Neubrandenburg) und Alexander Haß (1. LAV Rostock), die die 60 Meter in 7,47 bzw. 6,91 Sekunden für sich entschieden. Nach seinem Titelgewinn in der U20 vor Wochenfrist landete Maximilian Cichowski (SC Neubrandenburg) auch im Weitsprung der Männer (7,14 Meter) ganz vorn. Beeindruckend die Breite im Kugelstoßen (7,26 kg): Am Ende setzte sich Christian Jagusch mit 17,90 Meter) vor Dennis Lewke (beide SC Neubrandenburg/17,30) und Eric Millrath (Schweriner SC/17,17) durch. Für Spitzenleistungen sorgten Maike Pietsch (SC Potsdam) mit 8,76 Sekunden über 60 Meter Hürden und Benjamin Einert (LAC Berlin), der mit 1:51,41 Minuten die Hallen-EM-Norm über 800 Meter unterbot.

Bei der Jugend überzeugte unter anderen Marek Sefranek (SG Greifswald) als Doppelsieger über 60 und 200 Meter (7,13 bzw. 22,54). Zwei erste Plätze gab es auch für die erst 15-jährige Lara Wessig vom Schweriner SC. Sie siegte sowohl im Weit- als auch im Hochsprung (5,71 bzw. 1,60). Für weitere Spitzenresultate sorgten Tracey Schulz (60 m: 7,83), Anika Nehls (beide SC Neubrandenburg/Drei-Kilo-Kugel: 15,19), Peter-Michael Arndt (Schweriner SC/Weit: 6,64) und Vanessa Hammerschmidt (HSG Uni Greifswald/60 m Hürden: 8,73). Auch die Sieghöhen der Schweriner Stabhochspringer Luise Hellriegel (3,60) und Tom-Linus Human (3,70)zählten zu den herausragenden Leistungen der Titelkämpfe, die der gastgebende SC Neubrandenburg einmal mehr perfekt organisierte.

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