Triathlet Danny Friese bezwingt in Güstrow die Laufspezialisten

Von Ortwin Kowalzik

Bei den Landesmeisterschaften über 10.000 bzw. 5000 Meter am 28. Mai im Güstrower Niklotstadion trugen die guten äußeren Bedingungen zu vielen beachtlichen Zeiten bei. 112 Läuferinnen und Läufer erreichten das Ziel ‒ damit wurde fast exakt das Teilnahme-Ergebnis des Vorjahres erreicht. Der bekannte Neubrandenburger Triathlet Danny Friese (SC Neubrandenburg/M20) startete als Überraschungsgast über 10.000 Meter und stellte mit 32:10 Minuten einen neuen Meisterschaftsrekord auf.

Friese setzte sich von Beginn an die Spitze des Feldes und hielt sein gleichmäßig hohes Tempo bis zum Schluss durch. So ließ er den eigentlichen Favoriten nur die Chance, um die nachfolgenden Plätze zu kämpfen. Mathias Ahrenberg (M30/Post Telekom Schwerin) hatte aus der Spurtniederlage im Vorjahr gegen Maik Schmidt (M40/HSV Neubrandenburg) Lehren gezogen und schüttelte seinen Begleiter fünf Runden vor Schluss durch eine Tempoverschärfung ab. Für Ahrenberg wurden 33:22 Minuten gestoppt, für Schmidt, der erst vor kurzem Landesmeister im Duathlon geworden war, 33:27 Minuten. Im geschlagenen Feld landete u.a. der enttäuschte Mitfavorit Steffen Peters (M20/HSV Neubrandenburg/34:33/Platz 5), der immer noch mit muskulären Problemen zu kämpfen hat. Dazwischen schob sich Christoph Deppe (M20/Greifswalder SV 04/34:29) auf Rang vier.

Bereits auf Platz 12 des Zieleinlaufs landete mit Beate Krecklow (W40) die erste Frau, die mit ihrer Zeit von 37:12 Minuten dennoch nicht ganz zufrieden war. "Bei ernsthafter Konkurrenz hatte ich mir etwa 36 Minuten vorgestellt", so die Läuferin vom Greifwalder SV 04 im Ziel. Von vorherein wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht; für ihre Klubkameradin Sandra Eltschkner (W20/37:53) blieb "nur" der zweite Platz. Platz drei belegte ein neues Gesicht in der Läuferszene: Anna-Izabela Böge (W30/Einheit Ueckermünde/38:21). Unter 40 Minuten blieb auch Anne-Kathrin Litzenberg (W20), die 39:15 Minuten benötigte. Mit deutlichen Abstand folgten die Schwerinerinnen Jana Kiesendahl (W20/43:39) und Kathrin Schröder (W45/beide Post Telekom/44:00).

Über 5000 Meter dominierte bei der Jugend der SC Laage, der mit Philipp Rosenau (Jg. 1993/18:57 Minuten) und Stella Grobbecker (Jg. 1996/22:12) beide Sieger stellte. Von den älteren Jahrgängen waren Christiane Henke (W60) in guten 26:03 Minuten und Herbert Poschmann (M75/HSG Uni Greifswald) in 28:09 Minuten erfolgreich. Ältester Teilnehmer war Georg Dähne (Jg. 1931), der sich kürzlich dem HSV Neubrandenburg angeschlossen hat und der 28:11 Minuten benötigte.

Teilnehmerstärkster Verein war diesmal Post Telekom Schwerin mit 22 Startern, die vier Altersklassensieger bei den Landesmeisterschaften stellte und elf Läufer auf das Podium brachte. Der HSV Neubrandenburg war mit 15 Läufern dabei, die drei Altersklassensiege holten und neun Podiumsplätze belegten. Bemerkenswert auch die 14 Starter vom SC Laage, die für gute Entwicklung des Vereins sprachen. Außerdem fielen beide Greifswalder Vereine positiv auf: Die HSG Uni stellte drei Altersklassensieger über 5000 und einen über 10.000 Meter; die vier Starter des SC 04 gefielen mit Spitzenleistungen.

Bereits wieder am 4. Juni ruft der 35. Inselseelauf in Güstrow die Läufer zum Start über 20 beziehungsweise 10 Kilometer.

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