Marita-Koch-Förderpreis ging in diesem Jahr an Varg Königsmark

Von Gert Nitzsche

Einen von drei Talentpreisen überreichte Marita Meier-Koch (l.) an die Neubrandenburgerin Anna Rüh, die bei der U20-EM Silber und Bronze gewonnen hatte. Rechts daneben Dieter Kollark und Ulrike Nasse-Meyfarth. (Fotos: Gert Nitzsche)

Im Zinnowitzer Hotel "Baltic" ging traditionell am zweiten November-Sonnabend der 17. Sportlerball über die Bühne, wobei die Leichtathletik im Vordergrund stand. Mit dem Marita-Koch-Förderpreis wurde in diesem Jahr Varg Königsmark ausgezeichnet. Namensgeberin Marita Meier-Koch überreichte den mit 5000 Euro dotierten Preis an den 19-Jährigen U20-Europameister.

Der auf der Insel Rügen entdeckte und jetzt für die SG Nike Berlin startende Königsmark ist eine der größten deutschen Nachwuchshoffnungen in der Leichtathletik. Mit 49,19 Sekunden über 400 Meter Hürden führt er die U20-Weltbestenliste an. Auch seine 47,30 Sekunden über 400 Meter flach können sich sehen lassen. Königsmark freute sich über die Auszeichnung; er strebt die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in London an.

Traditionell werden beim Zinnowitzer Sportlerball auch hoffnungsvolle Talente geehrt. Den ersten Preis erhielt Stefanie Gotzhein, die die 400-Meter-Distanz in diesem Jahr in 54,30 Sekunden absolvierte. In Waren/Müritz zu Hause, trainiert sie beim SC Neubrandenburg und macht derzeit ihr Abitur.

Ein weiterer Talentpreis ging an Gotzheins Vereinskamerad Christian Jagusch. Er gewann 2011 bei der Junioren-EM Bronze im Kugelstoßen. Dritte im Bunde war Anna Rüh, ebenfalls vom SC Neubrandenburg. Die gebürtige Greifswalderin schleuderte den Diskus bei der Junioren-EM auf 59,97 Meter und sicherte sich damit den zweiten Platz. Im Kugelstoßen kam sie auf Rang drei.

Zu der von Clemens Paulsen, Sportchef des NDR-Landesstudios Schwerin, moderierten Veranstaltung, begrüßte Organisator und Gastgeber Hans Dornbusch einmal mehr Sportprominenz aus ganz Deutschland. Auch Innenminister Lorenz Caffier freute sich über die Anwesenheit vieler Sportgrößen von einst sowie hoffnungsvoller Talente. Stargast war die frischgebackene Vizeweltmeisterin im Stabhochsprung, Martina Strutz vom Hagenower SV.

Im Laufe des Abends trafen sich Trainer und Sportler, darunter die Boxtrainer Fritz Sdunek und Uli Wegner, oder die Hochsprung Olympiasieger Ulrike Nasse-Meyfarth und Gerd Wessig. Da wurde über Höhen und Tiefen der deutschen Leichtathletik gefachsimpelt und natürlich bis spät in die Nacht hinein getanzt.

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