Maik Schmidt neuer Titelträger über die 10.000 Meter

Von Marian-Bernd Pries

Maik Schmidt gewann mit 33:21,34 Minuten den Landesmeistertitel bei den Männern. (Fotos: M.-B. Pries)

Bereits zum fünften Mal wurden die Landesmeisterschaften in der längsten olympischen Bahndisziplin, dem 10.000-Meter-Lauf, auf der Tartanbahn des idyllischen Güstrower Niklotstadions ausgetragen. Für die älteren Semester (ab W60 bzw. M75) sowie die Jugendlichen der U20 und U18 standen die 5.000 Meter auf dem Programm.

Zur Ermittlung der Titelträger in den verschiedenen Altersklassen erteilten die Kampfrichter zu fünf Zeitläufen das Startkommando, wobei die Sonne den Aktiven mit zunehmender Tagesdauer immer mehr zusetzte. Im Lauf der Schnellsten setzte sich sofort nach dem Start ein Trio vom Rest des Feldes ab. Zum Favoritenduo Mathias Ahrenberg (Post Telekom Schwerin) und Maik Schmidt (HSV Neubrandenburg) gesellte sich noch Benjamin Schäfer (HSG Uni Greifswald), dem man durchaus Außenseiterchancen zubilligte.

Da Ahrenberg drei Wochen zuvor bei den Halbmarathon-Meisterschaften noch einen klaren Sieg errungen hatte, staunten die Kenner der Szene allerdings, als der für seinen starken Endspurt bekannte Neubrandenburger bereits weit vor der Halbzeitmarke mit einem kräftigen Antritt das Trio sprengte und schnell etwa 100 Meter Vorsprung herauslief.

Obwohl Ahrenberg und Schäfer sich zunächst in der Verfolgung abwechselten, gelang es ihnen nicht, diese Lücke bis zum Ziel wieder zu schließen. So konnte sich Maik Schmidt nach 33:21,34 Minuten wie schon zwei Jahre zuvor an gleicher Stelle über den Sieg freuen. Mathias Ahrenberg schüttelte seinen Greifswalder Begleiter noch ab und erreichte Rang 2 nach 33:52,95 Minuten, Benjamin Schäfer benötigte als Dritter 34:05,70 Minuten.

Deutlicher waren die Verhältnisse bei den Damen. In Abwesenheit der Titelverteidigerin, Dr. Beate Krecklow, übernahm deren Gemeinschaftskameradin von der SG Greifswald, Sandra Eltschkner, sofort das Heft des Handelns, und so sehr sich die Ueckermünderin Anna-Izabela Böge auch um Anschluss bemühte, musste sie sich mit 37:09,75 (Eltschkner) zu 38:01,29 Minuten doch recht deutlich geschlagen geben. Rang 3 ging an Anne-Kathrin Litzenberg (41:16,30) vom SV Post Telekom Schwerin.

Im 5.000-Meter-Lauf der Jugendlichen, der zusätzlich eine Gruppe von Gästen aus Polen am Start sah, beeindruckte der erst 16-jährige Adrian Poppe vom 1. LAV Rostock mit einem überlegenen Sieg in 16:58,07 Minuten vor dem gleichaltrigen und mit einem beeindruckenden Laufstil aufwartenden Tobias Naß (LAC Mühl Rosin/17:59,22). Schon auf Platz 3 kam die außer Konkurrenz gestartete – weil noch in der W 14 einzuordnende – Leonie Poppe (1. LAV Rostock) ins Ziel. Mit je zwei Gold- und Silbermedaillen stellte der SC Laage seine lobenswerte Jugendarbeit im Langstreckenbereich unter Beweis.

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