LVMV-Senioren holen kompletten Medaillensatz bei den Hallen-EM

Von Dr. Gottfried Behrens

Zweimal Edelmetall mit der Kugel: Europameisterin Nadine Kant (l.) und Bronze-Gewinnerin Jeanette Denz. (Foto: Archiv)

Sieben Senioren des LVMV – vier Frauen und drei Männer – starteten bei den 11. Hallen-Europameisterschaften der EMA (European Masters Athletics) im italienischen Ancona im Dress der deutschen Mannschaft. Mit einem kompletten Medaillensatz, guten Platzierungen und neuen persönlichen und Landesbestleistungen traten sie die Heimreise an. Europameisterin im Kugelstoßen der Altersklasse W35 wurde Nadine Kant vom Hagenower SV.

Ihre beste Weite erreichte sie mit 14,72 Meter in einem spannenden Wettkampf mit der zweitplatzierten Weißrussin (14,65). Die Silbermedaille im Weitsprung der W45 erkämpfte sich bereits mit dem ersten Versuch und mit der Weite von 5,24 Meter Urte Alisch (SC Neubrandenburg). Damit übertraf sie die eigene alte Hallenbestleistung des LVMV um einen Zentimeter. Auch bei ihrem Hochsprungstart überquerte Alisch die Latte mit neuer Landesbestleistung. Mit sehr guten 1,48 Metern landete sie auf dem vierten Platz, der gleich zweimal vergeben wurde, da die zweite Deutsche im Wettbewerb diese Höhe ebenfalls überquerte, auch mit der gleichen Anzahl der Versuche.

Die dritte Medaille für die LVMV-Starter ging auf das Konto von Jeanette Denz (M40/HSG Universität Greifswald). Im zweiten Versuch ihres Kugelstoß-Wettkampfes stieß sie das vier Kilogramm schwere Gerät auf die neue Landesbestleistung von 11,84 Meter – Bronze. Sie übertraf damit ihre eigene Landeshallenbestleistung um 12 Zentimeter. Überdies startete Denz noch im Diskuswettbewerb, in dem sie mit der Ein-Kilogramm-Scheibe 30,75 Meter und erreichte Platz acht erreichte. Erfolgreich war sie auch im Speerwurf (600 Gramm) als Fünfte mit 29,51 Meter. Denz‘ Vereinskameradin Anke Stutz (W45) erreichte bei ihren Vorlaufstarts im Sprintbereich jeweils Platz 22 in der Endabrechnung. Über 60 Meter stehen 9,19 und über 200 Meter 31,09 Sekunden in den Ergebnislisten.

Der in der Vergangenheit im Speerwerfen sehr erfolgreiche Bert Beyer (M45/SV Einheit Löcknitz) verpasste knapp eine Medaille. Im sechsten Versuch steigerte er sich mit dem 800-Grmm-Speer auf 53,49 Meter, doch es fehlten 32 Zentimeter bis zur Bronzemedaille. So landete er auf dem achtbaren vierten Platz im Feld der besten Europäer seiner Altersklasse. Einen starken Auftritt lieferte Mehrkämpfer Gerd Zempel (M75/1. LAV Sternberg) ab. Über 60 Meter Hürden, im Weit- und im Hochsprung sowie im Kugelstoßen und im abschließenden 1000-Meter-Lauf antretend, erreichte er den sechsten Platz (2751 Punkte). Nach längerer Wettkampfpause war auch Dr. Wolfgang Meier (M65/HSG Universität Greifswald) am Start. Seine beste Platzierung erzielte er als Neunter in 71,28 Sekunden über 400 Meter. Über 800 Meter wurde er 12. (2:53,66 Minuten), im Weitsprung (3,80 Meter) landete er auf Rang 13.

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