9. Verbandstag des LVMV in Güstrow

Von Burkhard Ehlers

Nachwuchs-Leichtathleten aus Mecklenburg-Vorpommern haben auch in jüngerer Vergangenheit für Furore gesorgt. Insgesamt ist die Situation seit 2007 jedoch durch eine stetige Abnahme der errungenen Medaillen und Endkampf-Platzierungen bei deutschen Meisterschaften der Schüler und Jugend sowie durch eine deutliche Verringerung der Zahl der jungen Athleten aus MV im Bundeskader gekennzeichnet. Gegen diesen Trend will der Leichtathletik-Verband Mecklenburg-Vorpommern (LVMV) künftig ansteuern.

Einstimmig billigten die Delegierten des Verbandstages am Sonnabend in Güstrow eine vom Vorstand vorgestellte Leistungssportkonzeption "2011 Plus". Auch wenn man die ungünstige demografische Entwicklung seit 1991 nicht beeinflussen könne, gebe es Anlass zum Optimismus, sagt Landestrainer Dr. Peer Kopelmann. Das Konzept sieht vor, junge Talente zielgerichtet zu fördern und in enger Kooperation aller Partner – Athlet, Trainer, Verein, LVMV, Landessportbund (LSB) und Olympiastützpunkt (OSP) – auf dem Weg zum erfolgreichen Leistungssportler zu begleiten.

"2011 Plus" beinhaltet unter anderem die Stärkung des Bundesstützpunkts Neubrandenburg mit den Schwerpunkten Wurf/Stoß und Sprung/Mehrkampf, die Stabilisierung der Landesstützpunkte Rostock und Schwerin als regionale Zentren des Nachwuchs-Leistungssports und eine deutliche Verbesserung der Talentsichtung und -förderung durch die Optimierung der Zusammenarbeit von Landesstützpunkten und -leistungszentren einerseits sowie Trainingsstützpunkten und Vereinen andererseits.

Zur Sicherung eines qualitativ hochwertigen Trainings werden an den Landesstützpunkten Rostock und Schwerin sowie am Landesleistungszentrum Neubrandenburg verantwortliche Trainer für die Disziplingruppen benannt. Sie sollen intensiv mit den Disziplintrainern des LVMV zusammenarbeiten. Mit den Kaderathleten werden Zielvereinbarungen erarbeitet, die untereinander sowie mit LVMV, OSP und dem LSB abgestimmt werden.

Zu den Berichten des Präsidiums gab es nur wenig Diskussionsbedarf. Gerd Wessig, Leichtathletik-Abteilungsleiter beim Schweriner SC und Hochsprung-Olympiasieger von 1980, dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit, in deren Folge die Mitgliederzahl des Verbandes weiter auf nunmehr über 5.500 gestiegen ist. Sie sind in 83 Vereinen organisiert.

Zum Auftakt des Verbandstags hatte LVMV-Ehrenpräsident Professor Peter Hirtz seinem Nachfolger Jürgen Flehr zur Auszeichnung mit dem Ehrenschild des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gratuliert. Das Ehrenschild ist die höchste Auszeichnung, die der DLV für ehrenamtliche Arbeit vergibt – jährlich bundesweit nur fünfmal.

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