36. OASE-Inselseelauf in Güstrow

Von Marian-Bernd Pries

Der Güstrower Nils Schmiedeberg gewann sein Heimspiel vor Karl Magnus Westphal. (Fotos: M.-B. Pries)

Erfolgreich verlief der Umzug des Güstrower Inselseelaufes zur "Oase", dem Sport- und Erholungsbad der Kreisstadt, das als neuer Gastgeber fungierte, weil die jahrelang als Wettkampfzentrum dienende Jugendherberge nicht mehr zur Verfügung steht.

Am Rande sei vermerkt, dass man mit dem neuen Wettkampfgelände auch einen Schritt zu den Wurzeln des Inselseelaufes machte. 1938, als sich erstmalig acht (acht!) Läufer auf den Weg um den See machten, ging es sogar über 25 Kilometer. Die lange Strecke kam zustande, weil sich Start und Ziel im heutigen Niklotstadion befanden. Aber einer der fünf Kontrollpunkte, die es bei diesem Lauf gab, befand sich an der Gleviner Burg, also etwa dort, wo sich heute Güstrows Spaßbad befindet.

300 Läuferinnen und Läufer versammelten sich zur 36. Auflage des Traditionslaufes, mit dem gleichzeitig das achte Wertungsrennen im VR-Laufcup des Landes zur Austragung kam. Auf der für ihre vielen Anstiege berüchtigten Wendepunktstrecke standen in der Cupwertung für die Frauen, Jugendlichen und älteren Männer-Altersklassen zehn Kilometer auf dem Programm, die Männer der Altersklassen 20 bis 60 hatten die doppelte Distanz zu bewältigen.

Erstmals seit 16 Jahren blieb der Pokal des Güstrower Bürgermeisters wieder in der Kreisstadt. Nils Schmiedeberg (Tri Fun Güstrow) siegte in 1:13:50 Stunden vor dem Rostocker Triathleten Karl Magnus Westphal (1:14:03 h) und dem Berliner Carsten Tautorat (1:14:08 h). Die Plätze 4 und 5 gingen wieder an Mecklenburger: Schmiedebergs Vereinskamerad Stephan Trettin (1:15:22 h) und Wolfgang Mosel (1:17:47 h) von der SG Aufbau Boizenburg.

Bei den Frauen konnte Anne-Kathrin Litzenberg die komplette Abwesenheit des starken Greifswalder Damen-Trios nutzen und die volle Punktzahl im VR-Laufcup einfahren. Das tat die 21-jährige Güstrowerin, die für den SV Post Telekom Schwerin startet, sogar recht deutlich. Nach 42:35 Minuten hatte sie im Ziel über zwei Minuten Vorsprung vor der allerdings auch 22 Jahre älteren Ex-Schwerinerin und Olympionikin Birgit Jerschabek-Keipke (FHSG Stralsund/44:54). Rang drei ging Jana Exner (HSV Neubrandenburg/45:20).

Schnellste der sechs Damen über 20 Kilometer war Anja Kruse (1:26:01) aus Greifswald, erster Mann im Ziel über zehn Kilometer wieder ein Güstrower: Christoph Haack benötigte 40:48 Minuten für die Distanz. Auch für die Walker ging es in Güstrow um Kilometer in der DAK-Cupwertung. Der in der Cupwertung führende SV "Mok mit" Reinberg und das "Team Holzwürmer" vom LSV Teterow waren hier am stärksten vertreten und verteidigten damit ihre Spitzenpositionen.

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