DLV-Lehrgang für Streckenvermesser in Tangermünde

Von Marian-Bernd Pries

Elf Stunden lang drehte sich in Tangermünde (fast) alles nur um ihn: den Jones Counter. (Foto: M.-B.Pries)

Im idyllischen Altmark-Städtchen Tangermünde − unter Läufern besonders bekannt durch den Elbdeich-Marathon − veranstaltete der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) einen der seltenen Lehrgänge für Streckenvermesser. Die DLV-Beauftragten für Streckenvermessung, Udo Brandt (Essen) und Karl Josef Roth (Konz), begrüßten dazu zehn Vermesser-Eleven aus sechs Bundesländern.

Die beiden Fachmänner versuchten, ihre "Schüler" in die Welt der „kalibrierten Fahrrad-Messmethode“ mit dem berühmten, unscheinbaren, aber offenbar unschlagbaren und daher immerhin 130 Euro teure) Jones Counter, Modell JR 2008, einzuführen. Am Vormittag wurde bei strahlendem Sonnenschein im Seminarraum die Theorie erläutert, die dann am Nachmittag bei Regen am Tangermünder Elbehafen in die Praxis umgesetzt wurde.

Zum Ende der Veranstaltung hatten zwar alle Teilnehmer das Zertifikat als DLV-Streckenvermesser (Grad D) in der Hand, waren sich aber auch darüber im Klaren, dass noch viel Übung bis zum perfekten Vermesser nötig sein wird. Aus dem Bereich des Leichtathletik-Verbandes Mecklenburg-Vorpommern (LVMV) waren Jens Mellenthin (LAC Mühl Rosin), Olaf Henkel (SV Turbine Neubrandenburg) und Marian-Bernd Pries (SV Einheit Güstrow) in Tangermünde dabei.

Udo Brandt brachte zum Ausdruck, dass er gern noch einige Sportfreunde mehr bei dem Lehrgang gesehen hätte. Auf der Deutschlandkarte mit den Standorten von DLV-Streckenvermessern gebe es insbesondere im Westen Mecklenburgs und im nördlichen Brandenburg noch recht große "weiße Flecken".

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