Die "Deutschen" im Rahmen eines DLV-Jugendlagers erlebt

Von Lea Laban/Charlotte Spitzner/Fiete und Ole Fritsche

Die Teilnehmer des DLV-Jugendlagers 2015. (Foto: LVMV)

Wie jedes Jahr veranstaltete der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) auch 2015 ein Feriencamp für Nachwuchssportler. Dort hatten sie die Möglichkeit, neben vielen weiteren Aktivitäten hautnah die Deutschen Meisterschaften zu erleben.

In der Regel dürfen vier junge Sportler zwischen 14 und 17 Jahren aus jedem Landesverband an diesem Jugendlager teilnehmen und somit zum jeweiligen Austragungsort fahren. Vom LVMV hatten wir – Ole und Fiete Fritsche vom LAV Waren/Müritz sowie Charlotte Spitzner und Lea Laban vom 1.LAV Rostock – das Glück, die Reise nach Nürnberg anzutreten. Am 8. Juli kamen wir nach sieben Stunden Zugfahrt erleichtert in der fränkischen Metropole an. Nach einer kurzen U-Bahnfahrt und einem längeren Fußmarsch erreichten wir schließlich die Jugendherberge. Sie lag zentral in der Altstadt, direkt neben der Nürnberger Burg auf einem Berg. Aus unseren Zimmern hatte man einen weiten Ausblick über die Stadt. Bei der Zimmereinteilung wurde darauf geachtet, dass man mit Jugendlichen aus anderen Landesverbänden zusammen war. So konnte man schnell neue Kontakte knüpfen. Der Abend schloss damit, dass sich sowohl die Betreuer als auch wir uns vorstellten.

Am nächsten Morgen stand Training auf dem Plan, das am Elitesportgymnasium stattfand. Entsprechend unserer jeweiligen Disziplin wurden wir von den Sprung-, Wurf-, Sprint- oder Lauflandestrainern Bayerns betreut. Nach dem Mittag und einer kurzen Pause bildeten wir Teams für die berühmt-berüchtigte Lagerolympiade. Die Teams maßen sich in kuriosen Spielen wie Teebeutelweitwurf oder Gummischlangenknutschen.

Freitagabend begannen dann endlich die DM, auf die wir alle mit Vorfreude gewartet hatten. Den Anfang machte der Weitsprung der Frauen und Männer. Und das in einem ganz und gar ungewöhnlichen Stadion. Man konnte schon Tage zuvor beobachten, wie auf dem Hauptmarkt Nürnbergs die "Fourplex Arena" aufgebaut wurde. Schließlich standen dort zwei große Tribünen. In der Mitte befand sich ein Steg mit einer Tartananlaufbahn und einer Grube. Das Jugendlager hatte im Fanblock extra reservierte Plätze bekommen und so konnten wir die Sportler besonders laut anfeuern. Die Stimmung während des Wettkampfs war einfach überragend.

Samstags ging es dann weiter im Grundig-Stadion. Nach den Staffeln der U20-Jugend begann dort der Wettkampf der Erwachsenen mit den1500-Meter-Vorläufen der Männer. Kurz darauf folgte der Hammerwurf der Frauen mit Siegerin Betty Heidler. Doch auch andere Größen der Leichtathletik konnten wir bestaunen, zum Beispiel 100-Meter-Sieger Julian Reus oder den starken Lauf von Alina Reh, um nur einige zu nennen. Am Ende des langen Wettkampftages hatten wir ein Athletengespräch mit Lena Malkus und Martina Strutz. Wir waren begeistert und konnten die beiden alles fragen, was uns auf der Zunge brannte. Danach gab es noch Zeit für Autogramme und Fotos. Da Martina ja vom Schweriner SC kommt, machten wir auch extra ein "MV-Foto".

Der Sonntagmorgen begann wieder mit einem Training. Diesmal betreuten uns verschiedene Bundestrainer. Es war wirklich spannend, da sie viel über sich und ihre Methoden erzählten. Danach ging es wieder ins Stadion. Besondere Highlights waren der Sieg von Gesa Krause 3000 Meter Hindernis, die 200 Meter, die ebenfalls Julian Reus für sich entschied, und der Stabhochsprung, bei dem Raphael Holzdeppe mit neuer persönlicher Bestleistung gewann.

Schließlich kam am Montag der traurige Abschied. Viele wären gerne noch länger geblieben. Letzte Telefonnummern und Adressen wurden ausgetauscht, die Zimmer geräumt, und wir traten den Heimweg an. Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses erlebnisreiche Ferienlager bestimmt in einigen den Wunsch geweckt hat, selbst mal an Deutschen Meisterschaften teilzunehmen.

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