Burgenläufer trotzen Hitze mit guten Leistungen

Von Ortwin Kowalzik

Start an der Burg in Penzlin. (Fotos: sprintefix.de)

Beim heißesten Tag des Jahres am 19. August waren knapp 200 Ausdauersportler gewissermaßen als Burgenboten von Penzlin nach Burg Stargard unterwegs. Bei Temperaturen von deutlich über 30° Celsius war der anspruchsvolle, aber interessante Kurs über 23,9 Kilometer eine echte Herausforderung für die Sportler.

Um es gleich vorweg zu nehmen, der Medizinische Dienst musste nicht ernsthaft eingreifen, allerdings waren die hohen Temperaturen keinesfalls leistungsfördernd.
Auf der Laufstrecke setzen sich wie erwartet die im Vorfeld genannten Favoriten durch. Dem Berliner Silvio Nohke (M45), seit Jahren bei vielen Wettkämpfen in der Region aktiv, gelang nach mehrfachen Anläufen der erste Gesamtsieg. Bereits von Beginn an lag er in Führung und siegte angesichts der Bedingungen mit der guten Zeit von 1:37:27 Stunden.

Platz zwei erlief sich der gegenwärtig Führende im Straßenlaufcup von MV, Nils Schmiedeberg (M45) von TriFun Güstrow mit der Zeit von 1:39:53 Stunden. Aus der Region ist der Neubrandenburger Sven Lindhorst (M40) immer wieder für herausragende Leistungen auf den langen Kanten gut. Mit der Zeit von 1:40:59 Stunden erreichte er das Ziel auf der Burg in Burg Stargard als Dritter.

Eine Überraschung war dagegen der vierte Platz des jungen Philip Sperling (M20) von der HSG Uni Greifswald, der fünf Minuten später durchs Ziel lief. Mit Achtung und Respekt registrierten die Teilnehmer den fünften Platz von Frank Schütz (M50) vom ESV Lok Neustrelitz, der bei allen zwölf Läufen dabei war und fast ständig unter den Top Ten einkam. Läuferische Fortschritte konnte in diesem Jahr wieder einmal Alexander Bollow (M40) auf Platz sechs nachweisen. Anerkennenswert auch die Leistung von Rolf Gürtler und Peter Voppmann, die bisher bei allen Läufen dabei waren.

Erstmals am Start beim Burgenlauf war Anna-Izabela Böge (W35) von Einheit Ueckermünde, die am Ziel von einem wunderschönen Lauf sprach und weitere Starts bereits angekündigt hat. Mit der guten Zeit von 1:47:51 Stunden belegte die gegenwärtig Führende im Straßenlaufcup von MV den sechsten Platz des Zieleinlaufs und hatte über sechs Minuten Vorsprung vor der ebenfalls stark laufenden Franziska Renner (W20), einer ehemaligen Neubrandenburgerin.

Eine herausragende Leistung vollbrachte auch die viermalige Gesamtsiegerin des Burgenlaufes, Angelika Schlender-Kamp (W40) vom Veranstallter HSV Neubrandenburg, die nach der Geburt ihres Sohnes im Februar sich schon wieder in guter Verfassung vorstellte. Sie erreichte Platz drei mit der Zeit von 2:02:46 Stunden, allerdings hat ihre Rekordzeit auf dieser Strecke auch noch nach diesem Lauf weiterhin bestand. Die beiden HSV Starterinnen, die im Vorjahr die Plätze zwei und drei belegten, Kerstin Cools und Sylvia Mundt, landeten auf den Plätzen vier und sechs. Immerhin waren 36 Frauen am Start.

Mit viel Interesse wird auch immer wieder die Mannschaftswertung verfolgt, deren Sieger traditionsgemäß mit einer Siegertorte geehrt wird. Diesmal siegte erneut der SV Turbine Neubrandenburg mit den Läufern Alexander Bollow, Uwe Sommer, Thomas Krause, Thomas Bock und Uwe Jorzick vor zwei HSV Staffeln.

Traditionen bei diesem Burgenlauf wurden auch in diesem Jahr beibehalten. Jeder Finisher erhielt im Ziel eine extra geprägte Medaillie mit den Burgenmotiven, Ritterschlag für die Altersklassensieger und Trompetensignal gehören seit Jahren zum Markenzeichen des Laufevents. Erwähnenswert ist dabei, dass der Trompeter nach elf Jahren das Instrument mit den Laufschuhen vertauscht hat und als Sebastian Schreiber selbst an den Start des Burgenlaufes ging.

Zum Gelingen des Laufes haben natürlich viele ehrenamtliche Helfer aus den Sportvereinen VfL Burg Stargard und Penzliner SV beigetragen, die für die Versorgung und Streckenabsicherung verantwortlich waren. Annerkennung allen Läufern und auch den Nordic Walkern, von denen Ute Mrotzek, Rita Seltenhorn und Annett Biefeld ausgezeichnete Leistungen auf dem Kurs erbrachten.

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