Bewertung der LaufCup-Läufe 2011

von Christoph Thürkow

Beim 28. Ueckermünder Haffmarathon am 26. März erreichten 227 Zieleinläufer auf den verschiedenen Strecken fast den Teilnehmerrekord aus dem Jahr 2008. Auf der Marathondistanz, die schon traditionell zu diesem frühen Zeitpunkt als Landesmeisterschaft und als Cuplauf gewertet wurde, erreichten 41 Starter aus MV das Ziel.

Auf dem flachen Rundkurs über sieben Kilometer, der beim Marathon sechs mal zu bewältigen war, gab es am Ziel viele Parallelen zum Vorjahr. Die Gesamtsieger bei den Männern und den Frauen waren mit Mario Reichelt (M40) von der TSG Wittenburg und Kerstin Cools (W45) vom HSV Neubrandenburg die gleichen wie 2010. Außerdem waren auch zahlreiche Starter aus dem Vorjahr erneut dabei und auch blieben wieder drei Läufer aus MV unter der Marke von unter drei Stunden.

Jedoch gab es auch einige markante Unterschiede. Es siegte zwar der klare Favorit Mario Reichelt mit fast der gleichen Zeit wie im Vorjahr von 2:51:20 Stunden, aber Frank Schütz (M50) vom ESV Lok Neustrelitz kam ihm durch Bestzeiten in den letzten drei Runden mit 2:51:55 Stunden sehr nahe. Sehr zufrieden zeigte sich der Zweitplatzierte im Ziel, denn immerhin erreichte er seine drittbeste Marathonzeit und nur beim schweren Marathon in New York war er etwas schneller.

Platz drei belegte als Gast in MV Hartmut Seele (M45) mit der Zeit von 2:54:58 Stunden. Für die Landeswertung waren aber Stefan Krey (M35) von der HSG Uni Greifswald mit 2:56:51 Stunden, Jörg Clemen (M45) vom HSV Neubrandenburg und Thomas Schölzke (M35) vom Laufteam Rügen mit Zeiten knapp über drei Stunden wichtig.

Bei den Frauen lief Kerstin Cools ein starkes und diszipliniertes Rennen und verbesserte damit ihre Vorjahressiegerzeit um über 13,5 Minuten, was auch beim Marathon selten gelingt. Dabei verfehlte sie nur um 14 Sekunden ihre persönliche Bestzeit vom Tollensemarathon aus dem Vorjahr. Nach ihrem ersten Marathon war die Zweitplatzierte Heiko Grunow (W40) von Turbine Neubrandenburg mit der Zeit von 3:42:40 Stunden sehr zufrieden. Auf die Frage am Ziel, ob sie gleich wieder einen Marathon laufen würde, antwortete sie, dass Ueckermünde nur die Generalprobe für den nächsten Marathon in Wien sei. Gut unterwegs war auch die Drittplatzierte Monika Sindt (W55) von der TSG Wittenburg mit der Zeit von 3:48:25 Stunden.

Insgesamt litten die Marathonläufer etwas unter den zu kühlen Temperaturen und dem scharfen Wind auf einer Teilstrecke, so dass dadurch noch bessere Zeiten verhindert wurden. Von der Teilnehmerzahl war der HSV Neubrandenburg mit elf Startern über die 42,195 Kilometer am stärksten vertreten und stellte auch mit vier Altersklassensiegern vor der TSG Wittenburg mit drei Siegern die meisten Spitzenplätze. Noch vor den Läufern überquerte der einzige Rollifahrer Wilfried Otto aus Torgelow in 2:49:39 Stunden als Erster die Lichtschranke von tollense-timing.

Zum Rahmenprogramm gehört auch traditionell ein Halbmarathon, an dem diesmal 60 Teilnehmer, darunter zehn Frauen, erfolgreich am Start waren. Schnellster auf dieser Strecke war Grzegorz Naglacki (M35) aus Stettin mit 1:21:35 Stunden vor dem Vorjahressieger Sven Lorenz (M20) vom 1. LAV Torgelow mit der Zeit von 1:22:52 Stunden und dem Rostocker Martin Huth (M20) in 1:26:56 Stunden. Die Erste im Ziel bei den Frauen auf der Halbmarathonstrecke war die aus Rostock stammende Frauke Huth (W30) mit der Zeit von 1:39:04 Stunden.

Über 5 Kilometer waren vorrangig jüngere Läufer aus der Region und ältere Jahrgänge unterwegs, für letztere waren Punkte für den VR-Straßenlaufcup von MV zu gewinnen. Die besten Zeiten erreichten Marcel Wölfel (Jahrgang 1996) vom Trisport Lübeck mit der Zeit von 19:01 Minuten und Melanie Fischer (Jahrgang 1998) vom 1. LAV Torgelow in 24:03 Minuten.

Auffallend waren die zahlreichen Nordic Walker auf der Strecke, die wichtige Kilometer für den Nording-Walking-Cup sammelten. 49 Walker über sieben, 14 und die meisten über 21 Kilometer sieht man bei Laufveranstaltungen auch nicht sehr oft.

Ein abschließender Dank gebührt den Organisatoren von Einheit Ueckermünde, die die Laufveranstaltung wie gewohnt auf gutem Niveau organisierten.


Die Landesmeister im Marathon:

Männer:

M20: Martin Pankow (TSG Wittenburg;
M35: Stefan Krey (HSG Uni Greifswald)
M40: Mario Reichelt (TSG Wittenburg)
M45: Jörg Clemen (HSV Neubrandenburg)
M50: Frank Schütz (ESV Lok Neustrelitz)
M55: Volker Henkel (HSV Neubrandenburg)
M60: Kurt Tschiltschke (TSG Wittenburg)
M65: Lambert Rong (HSV Neubrandenburg)

Frauen:

W35: Karina Schwerin (SV scn energy Torgelow)
W40: Heiko Grunow (Turbine Neubrandenburg)
W45: Kerstin Cools (HSV Neubrandenburg)
W55: Monika Sindt (TSG Wittenburg)
W60: Margitta Bilda (Turbine Neubrandenburg)

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