Abschied für Ralf Bartels - Anna Rüh meldet sich zurück

Von Bernd Hamann

Greift nach einer Knie-OP wieder ins Wettkampfgeschehen ein: Diskuswerferin Anna Rüh. (Foto: I. Hensel)

So ist das Leben: Während der Neubrandenburger Ralf Bartels auf den Sportanlagen des Olympischen Dorfes von 1936 von Berlin in Elstal bei Potsdam seine erfolgreiche Kugelstoß-Karriere ausklingen lassen wird, nimmt SCN-Diskushoffnung Anna Rüh nach ihrer Knie-OP vor fünf Wochen erstmals wieder am Wettkampf teil.

"Der Heilungsprozess ist besser verlaufen als gedacht. Ich bin jetzt schmerzfrei und konnte schon leichte Wurfeinheiten absolvieren. Deshalb will ich versuchen, noch an einigen Wettbewerben in diesem Jahr teilzunehmen", klärt die Junioren-Weltmeisterin von 2012 auf. Obwohl sich die U-23-Europameisterin dieses Jahres mit neuer persönlicher Bestleistung von 64,33 Metern klar für die WM in Moskau qualifiziert hatte, musste sie wegen Kniebeschwerden auf einen Start verzichten.

"Natürlich hat es in den Fingern gekribbelt, als ich im Fernsehen die Diskuswurf-Entscheidung mit verfolgt habe", gibt die 20-jährige Kauffrau für Bürokommunikation zu. "65 Meter hätten zur Bronzemedaille gereicht. Und das Niveau hatte ich drauf." Für den Wettkampf in Elstal hat sich Anna Rüh keine besondere Weite vorgenommen. "Wenn es mehr als 55 Meter werden, ist das schon in Ordnung." Da bleibt dann sicherlich die Gelegenheit, ihren Klubkameraden Ralf Bartels würdig zu verabschieden. Schließlich hat der 35-Jährige als WM-Dritter 2005 (Helsinki) und 2009 (Berlin) sowie Europameister von 2006 in Göteborg die sportliche Messlatte auch für Anna Rüh richtig hoch gelegt.

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