Zahlreiche Bestleistungen beim Halbmarathon in Neubrandenburg

Von Ortwin Kowalzik

Ein ansehnliches Feld machte sich im Neubrandenburger Kulturpark auf den Weg, um die Landesmeister im Halbmarathon zu ermitteln. (Fotos: M.-B. Pries)

Der diesjährige Halbmarathon im Neubrandenburger Kulturpark lockte bei gutem Laufwetter mit 207 Finishern eine Rekordbeteiligung an. Bei der 26. Auflage wurden wie seit Jahren die Landesmeister auf dieser Strecke ermittelt und auch Punkte im VR-Straßenlaufcup verteilt.

Aus diesem Anlass war ein Großteil der Landesspitze im Ausdauerlauf nach Neubrandenburg gereist, so dass es bei den Männern schwierig war, klare Favoriten zu nennen. Vorjahressieger Markus Riemer (M30) vom TC Fiko Rostock ging mit der Startnummer 1 ins Rennen und beendete es nach zehn Runden in 1:17.27 Stunden als Erster. Seine Zeit war eine Minute besser als im Vorjahr. Im Endkampf hinter Riemer hatten Mathias Ahrenberg (M35/Laufgruppe Schwerin/1:18:06) und Arne Welenz (M45/Fiko Rostock/1:18:13) auf den Plätzen 2 und 3 die größten Reserven.

Arne Welenz freute sich riesig über den dritten Rang und teilte diese Freude mit seinem Vater Rudolf, der in der Altersklasse M70 in 1:58:42 Stunden ebenfalls auf dem Bronzerang – in der Meisterschaftswertung sogar auf Platz 2 – landete. Wie eng es im Hauptrennen zuging, zeigen auch die Zeiten von Uwe Kleinschmidt (M20) und Carsten Tautorat (M35/beide Fiko Rostock), die in 1:18:17 bzw. 1:18:18 Stunden auf den Rängen 4 und 5 landeten. Am Start war mit Jürgen Thiele (M50/Turbine Neubrandenburg) auch einer der erfolgreichsten Starter der Vergangenheit, der den Lauf schon viermal gewonnen hatte, letztmalig im Jahr 2000 in der guten Zeit von 1:11 Stunden. Diesmal reichte es in 1:22:55 Stunden zum 11. Platz.

Die Vorhersage der Favoritinnen war bei den Frauen längst nicht so schwierig. Hier dominierte Anna-Izabela Böge (W40/Turbine Neubrandenburg) in 1:25:11 Stunden recht eindeutig. Sie belegte damit den 16. Platz des Zieleinlaufs aller 126 Finisher. Vorjahressiegerin Anna Brust (W20/HSV Neubrandenburg) landete in 1:27:58 Stunden auf dem zweiten Platz. Sie verbesserte damit ihre Siegerzeit aus dem landete Vorjahr um rund drei Minuten und stellte einen neuen Vereinsrekord auf. Dritte wurde die viermalige Gesamtsiegerin des Halbmarathons, Angelika Schlender-Kamp (W45/HSV Neubrandenburg), in 1:32:52 Stunden.

Insgesamt starteten bei den Landesmeisterschaften 88 Läuferinnen und Läufer. Acht Vereine konnten sich über Titel freuen, wobei Fiko Rostock und Turbine Neubrandenburg mit je vier Siegen am erfolgreichsten abschnitten. Der LSV Güstrow und der HSV Neubrandenburg folgten mit je drei Titeln. Die weiteste Anreise hatten Antje Juliane De Looij aus dem niederländischen Leiden und René Liebkopf aus Nürnberg.

Da zum Rahmenprogramm auch Fünf- und Zwei-Kilometer-Strecken gehörten, kam es dazu, dass mehrere Eltern mit ihren Kindern unterwegs waren, so zum Beispiel die Familien Trotz/Hinz aus Neubrandenburg oder Oppermann aus Röbel. Dadurch waren Starter zwischen acht und 81 Jahren bei dieser Laufveranstaltung unterwegs. Schnellste über fünf Kilometer waren Katja Knospe (W50/Turbine Neubrandenburg/20:28 Minuten) und Holger Kühne (M40/Neuendorf/17:47). Der nächste Treff der Cupläufer steigt am 10. Juni beim Inselseelauf in Güstrow über 10 und 20 Kilometer.

Zurück