264 Starter beim 3. Schlosslauf in Schwerin

Von Marian-Bernd Pries

Konzentration vor dem Start: 264 Läuferinnen und Läufer nahmen in Schwerin am 3. Schlosslauf teil. (Foto: M.-B. Pries)

Mit der Meldung des frischgebackenen Deutschen Meisters im Halbmarathonlauf war der Favorit des 3. Schweriner Schlosslaufs über 15 Kilometer – gleichzeitig 4. Wertungslauf des Laufcups – gegeben. Trotz einer Busverspätung wurde Philipp Baar seiner Favoritenrolle voll gerecht.

Zwölf Kilometer sichtlich entspannt und Seite an Seite mit dem Rostocker Markus Riemer laufend, genügte Baar auf seiner „Heimstrecke“ – er erlernte einst beim Schweriner SC bei Trainer Conrad das Lauf-Abc – eine Tempoverschärfung auf den letzten Kilometern um in 51:53 Minuten einen deutlichen Sieg herauszulaufen. Gern hätten Aktive und Publikum auf dem Podium zu Sieg und Meistertitel mit einem kräftigen Applaus gratuliert, doch dafür blieb dem inzwischen für den ART Düsseldorf Startenden leider keine Zeit. Die weiteren Plätze auf dem Siegerpodest belegten die seit diesem Jahr im Rostocker Fiko-Team beheimateten Markus Riemer (53:31) und Uwe Kleinschmidt (55:18). Den Kampf der Verfolgergruppe um Rang 4 gewann Martin Pankow (TSG Wittenburg/55:49) vor den beiden Lokalmatadoren der veranstaltenden LG Schwerin, Eik Sperling (55:59) und Mathias Ahrenberg (56:08).

Noch deutlicher war der Einlauf bei den Damen. In 1:00:14 Stunden verfehlte die für Turbine Neubrandenburg startende Ueckermünderin Anna-Izabela Böge die begehrte Stundenmarke nur hauchdünn. Ganz spontan hatte Anne-Kathrin Litzenberg (Tri Fun Güstrow) nach längerer Verletzungspause noch am Wettkampftag nachgemeldet. Dem Trainingsumfang der letzten Monate entsprechend, beendete sie das Rennen in hervorragenden 1:03:17 Stunden auf dem kaum erhofften zweiten Platz. Rang drei belegte Antina Neugebauer (TC Fiko Rostock/1:04:07) vor der schnellsten Einheimischen, Anja Wittwer (LG Schwerin/1:06:29).

Insgesamt nahmen 264 Läuferinnen und Läufer an der gut organisierten Veranstaltung teil. Gemessen an der außerordentlich hohen Attraktivität der Streckenführung sicher viel zu wenige. Allerdings lässt die derzeitige Infrastruktur bei Start und Ziel auch kaum wesentlich größere Starterfelder zu. Alle Ergebnisse gibt es unter http://www.tollense-timing.de.

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